
Neben den Lehrinhalten im Bereich Kihon, Kata, Kumite, Kobudo, sowie Za-Zen und T'ai Chi nimmt Mondo (das Lehrgespräch) eine besondere Rolle ein, in der die theoretischen Fragen und Probleme der Schüler mit dem Meister geklärt werden. Die Übertragung der moralisch-ethischen Prinzipien (wie z.B. der Friedfertigkeit gegenüber Mensch, Tier und Natur) und Budo- Tugenden (wie z.B. der Demut, Bescheidenheit und Großherzigkeit) auf das Leben im Alltag stehen dabei im Vordergrund.
Shoto-Kempo-Ryu Karatedo ist ein Weg (Do), eine Methode / eine Schule (Ryu), sich selbst in den Griff zu kriegen, seine eigenen Schwächen zu bekämpfen und Stärken zu entwickeln - es ist harte Arbeit an und mit sich selbst. Dieses Studium und diese Lehre dauert lebenslang und bewährt sich erst im wirklichen Leben, im hektischen und grauen Alltag - nicht nur im Dojo.
Deshalb wird im Shoto-Kempo-Ryu Karatedo großer Wert auf die Einhaltung der (Dojo- und Lebens-) Regeln, der "Et(h)ikette" (Rei-Ho) sowie eine besondere Lehrer-Schüler-Beziehung (Ishin-Denshin) gelegt, die respektvoll, vertrauensvoll und "familiär" sein soll. Der Meister/Lehrer wird zum Meister/Lehrer erst durch die Anerkennung und das Vertrauen seiner Schüler gemacht - und umgekehrt, der Schüler zum Schüler erst durch seinen Meister/Lehrer...