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Fälscher und Pfuscher
In der "offiziellen" Karateszene, in der man sich so gerne als "einzig wahrer" Vertreter des "echten" Karate darstellt (was ja schon gelogen ist 1), führen ihre Funktionäre und die in ihrem Sport wie ihrer Sportpolitik populären Mitstreiter - ungeachtet der Pervertierung des ja im Karatedo kultivierten friedfertigen Geistes - seit Jahren einen schmutzigen Krieg gegen ihre Konkurrenz:
Andere Karate-Verbände, -Vereine und deren Stilrichtungen werden vom DKV, der sich selbstherrlich zur angeblichen "Nr.1" ernennt, herablassend als unbedeutende "Miniverbände" abgetan (ihnen sogar internationale sportliche Erfolge abgesprochen) und am Ende noch deren Lehrmeister, obwohl weltweit als japanische Karate-Größe anerkannt, als "oberschlaue Gurus" verunglimpft 2.
Die eigentlichen Werte und das originäre Wesen des Karate sieht freilich anders aus, doch berechtigte Kritik an derartig unlauterem Gebaren, wie sie z.B. der Repräsentanten einer der diffamierten Karateorganisationen äussert:
"Wer sich als Sportfunktionär hingegen arrogant, mit Hochmut und ignoranter Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und Geringschätzung gegenüber sportlich erbrachter Leistung anderer äußert, der zeigt, dass er von Sportlichkeit und Fairness nichts und von Karate-Do überhaupt nichts verstanden hat" 3,
bleibt beim DKV ungehört und wird der Ignoranz geopfert. Ziel bleibt stattdessen unvermindert die absurde (und die ebenso historisch gewachsene wie kulturell wertvolle Vielfalt geradezu schädigende) "Vereinheitlichung des Karate in Deutschland", an der der olympiaphile Verein so emsig "arbeitet" 4.
Das Japanische Kultur Centrum stellt dann auch als trauriges Ergebnis solcherlei Borniertheit und egozentrischem Aktionismus, in dem alle anderen und kleinere Karatestile systematisch isoliert und verdrängt werden, fest:
"Die klassischen Systeme werden von den Wettkampforganisationen immer noch erfolgreich isoliert, wodurch in Europa ein großes Mißverständnis über den eigentlichen Sinn des Karate besteht" 5.
Andersdenke, traditionelle und nicht sportorientierte Stilrichtungen, Organisationen, Vereine, Lehrer, Meister und deren Ausübende, die in ihrer Orientierung auf Karate-Do als Kampf-"Kunst" gar nichts mit dem DKV bzw. seinem olympischen DOSB-Dachverband zu tun haben (wollen) und - folgerichtig - auch nicht Mitglied der modernen Sportbünde sind, werden massiv attakiert, auch mit unlauteren Mitteln.
Es gibt nachweisliche Fälle (um nicht von Kampagnen zu sprechen), in denen Nicht-DKVler Opfer von Diffamierung, Lüge und Übler Nachrede geworden sind, weil sie offensichtlich als unliebsame Konkurrenten am Markt gefährlich geworden sind oder man ihnen ihren Erfolg nicht gönnt. Verleumdung als Waffe angeblich ehrbarer Weißwesten-Funktionäre? Für ihren DKV oder ihre eigene Profilierung sind selbst vermeintlich honorige Personen wie Professoren, Juristen oder Weltmeister sich nicht zu schade, mit Wahrheitsverbiegungen und systematischer Fehlinformation gegen Gute Sitte und Anstand oder Recht und Ordnung zu verstoßen:
Da werden unliebsame, aber wahre Tatsachen durch Unterlassung oder Verschweigen geleugnet oder verdreht (z.B. die Würdigung der Leistungen Dritter, weil sie dem Feindbild des Nicht- oder Anti-DKV-Karatekas entsprechen), Personen, deren Arbeiten und Ergebnisse unredlich diskreditiert, trotzdem aber "heimlich" Publikationen, Themen und Thesen für sich in Anspruch genommen 6, ja sogar ganze Texte einfach geklaut, ohne natürlich als Zitat auszuweisen. Mit Diebstahl geistigen Eigentums lassen sich ungeniert Veröffentlichungen, Tagungsvorträge, ja ganze Examensarbeiten fälschen, wenn es denn der eigenen Profilierung dienlich wird (und am Ende dem Verband nützt)7 .
Es fällt offenbar leicht, mit den Leistungen Dritter zu glänzen, ihre Urheberschaft zu leugnen und stattdessen als eigene auszugeben, selbst dann, wenn es sich um die Ergebnisse eines unliebsamen Konkurrenten (wie den Verfasser) handelt - oder erst recht dann?
Noch brutaler gehen manche "DKV-Krieger" vor, wenn ihr konkurrierender Mitbewerber erfolgreich im eigenen, von ihnen für sich selbst beanspruchten Raum, in der Region vor Ort, aktiv ist. Selbst ein Amtsrichterwar sich nicht zu schade, den Lehrmeister einer anderen Karatestilrichtung zu verleumden 8 und immer wieder in der Lokalpresse in blosser Absicht, dessen guten Leumund zu schaden, diskredietierende Artikel plazierte 9. Er, der so auf die hohe Ehrbarkeit und öffentliche Autorität seines Berufes setzt, um anstandslos und bar jeder Würde aus persönlichen Motiven heraus gegen Vertreter anderer Karateauffassungen kämpft, nur um sich selbst als Karatetrainer eines DKV-Vereins in der Nähe und generell um dem DKV als "einzig anerkannten Karateverband" zu mehr Macht zu vehelfen, ist jedoch nur ein von der Verbandsführung und seiner aggressiven "Politik" aufgestachelter und irregeleiteter Einer von Vielen.
Lug und Trug, Anfeindung und Mißgunst sind weit verbreitete menschliche Charakterschwächen, die jedoch gerade durch die ursprünglichen Tugenden des Karate-Do und die Ausübung als friedliebende Lebenskunst (Budo) ja eigentlich bekämpft werden sollten. Rechtsverletzungen sind erst recht tabu.
Dennoch ist das gerade in der Kampfsportszene (nicht nur etwa beim Karate) durch das massive Fehlverhalten von öffentlichen Repräsentanten, politischen wie sportlichen, offensichtlich, dass die Realität der propagierten Charakterschulung und des guten Leumunds der "Meister" so einfach nicht ist. Im Gegenteil. Man spricht mittlerweile von "einer Welt voller Fälscher, Pfuscher, Trottel und Lügner, die bereit sind, die Unwissenheit der Leute auszunutzen" 10. Vom offenkundigen "Werteverfall in der Kampfkunst-Szene" ist die Rede und von überhand nehmenden "Halunken" unter den Anbietern und Vertretern von Stilen oder Verbänden mit "Heckenschüzen-Mentalität" (Verleumdung von Konkurrenten und etablierten Lehrern, anonyme oder auch unter Pseudonym im Internet), von profilneuriotischen und "selbsternannten Meistern" und solchen, die sich immer wieder "mit fremden Federn schmücken", gern und systematisch "geistiges Eigentum rauben" und solchen, denen "Masse statt Klasse" (z.B. steigende Mitgliederzahlen statt Qualität der Lehre) wichtig ist 11.
Von "Scharlatanen" und "Dilletanten" wimmelt es in der so unübersichtlichen Szene 12. Trittbrettfahrer, die von der Arbeit, den Leistungen und dem Renommee anderer profitieren wollen, Hochstapler, die sich ungestraft mit (leider ungeschützten) Graden, Rängen und Titeln bekleiden und in Wahrheit gänzlich unqualifiziert und inkompetent sind, gefährden nicht nur die ahnungslosen Schüler, sondern insgesamt die Werte und den ja originär guten Ruf des Budo. Es sind also nicht nur die eingangs beschriebenen so bornierten Kriegsfürsten und ihre Adepten, die für Status und Posten im Verband gegen alle und jeden kämpfen (statt sich im Karate-Do zu üben), sondern auch eine Vielzahl von Vereinsmeiern, Mitläufern und Laien.
Gerade in der Welt des Kampfsports - zwischen Kunst und Kommerz, Karriere und Knast - zeigt sich, wer wohin gehört, wer wozu zählt und wer was in Wahrheit verdient. Weder öffentliches Ansehen, Amt und Funktion noch sonst wie vermeintlich "weiße Weste" bewahren vor unlauterem, sträflichen, strafbaren Tun und könnten etwa verhindern, in die Tiefen des menschlichen Abgrunds zu stürzen und in Neid und Gier, Verblendung und Haß zu verfallen.
Nur die strenge Selbstdisziplin, die aufrechte innere Haltung und das bewußte Halten an die Tugenden und die Ehre der wahren "Budo-Krieger", deren Schlachtfeld der Alltag und der eigene innere Gegner des kleingeistigen ICH ist, kann vor den oben beschriebenen Sünden und Aggressivität bewahren. Es ist das echte Üben des Karate, nicht das unwichtige Streiten um Äusserlichkeiten. So kann die Praxis der Kampfkunst Karate zu einem Mittel werden, die wirklichen Feinde des Lebens zu bekämpfen: Krankheit, mangelnde Selbstachtung, Sress und das Fehlen einer spirituellen Mitte.Es sind nämlcich eine gewisse emotionale Reife, Mitgefühl und spirituelles Bewußtsein vonnöten, damit das eigene Ego des Karateka sich nicht aufbläht13....
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- Das moderne Sportkarate "Shotokan", wie es im DKV e.V. betrieben wird, widerspricht extrem dem Karate und den Idealen des Begründers Funakoshi Gishin (vergl. dazu "Karate und Karate-Do" in: JKA-Karate, 02/07, S.43-50), auf den man sich dort aber - der Wahrheit zum Trotz - immer bezieht. Richtig ist bei dem "offiziellen" Machtanspruch des DKV allein, dass er der einzige unter dem Dach des DOSB agierende Verband ist.
- Siehe die DKV-Verbandszeitung Karate 01/07 (S.1), in der die Mitglieder recht unverhohlen aufgehetzt werden
- Hinschberger, B. In: DJKB-Heft 02/07
- Siehe: DKV-Karate 01/07 (ebd)
- Siehe: www.japan-kulturcentrum.info/Broschuere_aktuell.pdf (01/07)
- Besonders beliebt ist dies in Sachen Pädagogik im DKV-Schulsportreferat; siehe auch http://www.karate.de/dkv_karate/schulsport/
- Herr "Professor Dr." und Herr Weltmeister ließen sich nur durch Abmahnung und Rechtsanwalt bewegen, den Textklau zu unterlassen; (eine Entschuldigung der "Diebe" dem Opfer gegenüber blieb allerdings aus). Herr DKV-Referent hingegen bleibt unberirrt und veröffentlicht weiter Fremdes als seins.
- Mehrfach versuchte besagter Herr Richter, den Verf. als Sektenführer, als Scientologen u.ä. bei Kooperationspartnern, hier dem Bayerischen Schulsportreferenten zu verleumden, gottlob vergeblich.
- So geschehen in Stade, wo Herr Amtsrichter meinte, dem Verf. , 6.DAN, durch die Schlagzeile Schaden zufügen zu können, dass dieser im DKV "nur den Braungurt" hätte - allerdings zu Zeiten seiner damaligen Mitgliedschaft (im DKB) vor bald 30 Jahren.
- Editorial in: Kampfkunst-International, 11/2008, S. 2-3
- Siehe dazu: Kampfkunst-International 04/08 (S.74)
- Vergl. Thorre Schlameus auf: www.damo-chuan.de/meister.htm
- Vergl. B. Francis: Die Kraft der inneren Kampfkünste und des Chi. 2004 (S.82)
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