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Aufrechte äußere und innere Haltung
Die im Budo-Krieger kultivierte aufrechte äußere und innere Haltung, aufgerichtet
und aufrichtig, zeugt von seiner physischen wie psycho-emotionalen und moralischen
Kraft und Stabilität, mit der er, auch seiner selbst willen, für eine Sache gerade steht
und kämpft.
Mit Würde und Stolz, ehrenhaft und unbeugsam verfolgt er, seinen Idealen treu, offen
seine Ziele. Auch gegen den Strom, Macht und Anfeindung.
Jedoch steckt in dieser positiven aufrechten Haltung auch eine Gefahr von unnötiger
Härte, denn aufrecht, unbeugsam und unbiegsam zu sein, kann auch bedeuten,
unflexibel, unbeweglich, steif, starr und stur zu sein, wo es vielleicht anders besser
wäre. Kompromisslosigkeit und Rechthaberei können, wo Nachgiebigkeit
erfolgreicher wäre, der vetretenen Sache auch schaden.
Die ausgewogene Balance zwischen prinzipieller Unnachgiebigkeit und strategisch
sinnvoller Diplomatie ist die Kunst desjenigen, der, wenn er will, auch beides kann.
Doch ist diese kluge, vielleicht mutige „Weichheit“ des Kriegers nicht die des
Feiglings, der sich nämlich gar nicht erhobenen Hauptes seinen Problemen oder
Kontrahenten gebotenen Widerstand leistend stellen kann.
Das Motto des Budo-Kriegers wird immer bleiben: Lieber aufrecht sterben als
geduckt und gebeugt leben !
Dr. JM Wolters
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